Das Ich und seine Grenzen

„Dieses Sein ist nicht nur ein sich zeitlich streckendes und damit stets „sich selbst voraus“, der Mensch verlangt nach dem immer neuen Beschenktwerden mit dem Sein, um das ausschöpfen zu können, was der Augenblick ihm zugleich gibt und nimmt. Was ihm Fülle gibt, das will er nicht lassen, und er möchte ohne Ende und ohne Grenzen sein, um es ganz und ohne Ende zu besitzen. Freude ohne Ende, Glück ohne Schatten, Liebe ohne Grenzen, höchst gesteigertes Leben ohne Erschlaffen, kraftvollste Tat, die zugleich vollendete Ruhe und Gelöstheit von allen Spannungen ist – das ist ewige Seligkeit. Das ist das Sein, um das es dem Menschen in seinem Dasein geht.“

ESGA 11/12, S. 479

Tagungsprogramm

Jahrestagung der Edith Stein Gesellschaft Österreich

Freitag, 20. Oktober 2017

17:30 Uhr

Hl. Messe in der Dominikanerkirche „Maria Rotunda“
1010 Wien, Postgasse 4
Zelebrant: P. Thomas BROGL OP, Provinzial der Dominikaner

19:15 Uhr

Thomassaal des Dominikanerklosters

Begrüßung durch P. Roberto Maria Pirastu OCD
Präsidenti der Edith Stein Gesellschaft Österreich

Eröffnungsvortrag von
em. Univ.-Prof. DDr. Hanna-Barbara GERL-FALKOVITZ
Heiligenkreuz

Von den Grenzen des Ich zur ‚Liebe ohne Grenzen‘
Edith Steins Deutungshilfe des Daseins

Samstag, 21. Oktober 2017

9:30 Uhr

Prim. Dr. David OBERREITER
Psychotherapeut und Psychiater, Linz

Störung der Ichgrenzen

11:00 Uhr

Dr. Malgorzata BOGACZYK-VORMAYR
Salzburg und Posen

Posthumanismus im Lichte der Anthropologie Edith Steins

12:00 Uhr

Mittagspause

14:00 Uhr

Dr. Regina WILLI
Ass. am Lehrstuhl für Theol. der Spiritualität, Universität Wien

Die Figur des Fremden in der Bibel
Zu entdecken, was die Bibel über den Fremden sagt, hat nicht zum Ziel, ein fertiges Rezept zu finden, um unsere Haltung dem Fremden gegenüber zu definieren, sondern vielmehr den Blick zu weiten für den gelebten Alltag des Volkes Gottes und daraus zu lernen.

15:30 Uhr

Dipl. Theol. Stefan LORGER-RAUWOLF
Referat für Weltanschauungsfragen, ED Wien

Und was kommt dann?
Jenseitsvorstellungen  und „kulturreligiöse“ Hoffnungskonzepte –  Alternative, Ergänzung oder Widerspruch zum christlichen Glauben an ein Leben nach dem Tod?

16:30 Uhr

Manuel BAGHDI
Flüchtlingsbeauftragter des Wiener Erzbischofs

Grenzen – Identität – Integration
25 Jahre Erfahrung mit Flüchtlingen

17:30 Uhr

Podiumsdiskussion aller Vortragenden
Diskussionsleitung: P. Dr. Martin MAYERHOFER FSO, KHG Wien

Moderation der Tagung: MMag. Renate TOLUNAY OCDS

Plakat Edith Stein Tagung 2017 (PDF)
Folder Edith Stein Tagung 2017 (PDF)

Die Gesellschaft

Die Edith Stein Gesellschaft Österreich (ESGÖ) setzt sich zum Ziel, die Erinnerung an Edith Stein (Sr. Teresia Benedicta a Cruce OCD) als Frau, Philosophin, Tochter des jüdischen Volkes, Christin, Karmelitin, und ihre Verehrung als Heilige und Mitpatronin Europas zu wecken, wachzuhalten und zu vertiefen, sowie ihr philosophisches, pädagogisches und spirituelles Erbe zu erschließen und dieses in den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.

Sie erhalten Informationen über die Veranstaltungen der ESGÖ und über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft auf: www.edith-stein-gesellschaft.at

Anmeldung